Hier finden Sie unsere Informationen zu dem Umgang mit Softair-/Airsoftwaffen.

Der Airsoftsport stammt ursprünglich aus Japan und ist eine Erfindung der japanischen Industrie. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden dort Schusswaffen für die japanische Zivilbevölkerung verboten. Die japanische Wirtschaft die über die letzten Jahre vielfach nur Waffen produziert hatte drohte zu erlahmen. Daraufhin wurden Waffenrepliken aus Kunststoff hergestellt und die ersten funktionstüchtigen Waffennachbauten als Spielzeug auf den Markt gebracht.

1988 hat Kotte & Zeller mit der Marke "Tokyo Marui" als erstes Unternehmen in Deutschland Airsoft-Produkte eingeführt. Bis heute ist Kotte & Zeller Deutschlands größter Onlineshop für Airsoftprodukte.
Airsoft ist ein Teamsport. Der Unterschied zu Paintball liegt darin, dass bei Airsoft der Getroffene selbst erkennt und anzeigt, dass er getroffen ist. Ehrlichkeit und Fairness sind im Airsoftsport enorm wichtig.

Softair/Airsoft wird in vielen verschiedenen Spielmodi gespielt und hier sind, aufgrund der Vielfältigkeit der genutzten Gelände, der Anzahl der Spieler und den verwendeten Airsoftwaffen, den Spielern kaum Grenzen gesetzt. Kleinere Spiele über einen Tag werden häufig als "Skirms" bezeichnet und finden meist auf kleineren Geländen mit unter 100 Spielern statt. Größere Veranstaltungen (häufig als "OP / Operation" bezeichnet) können auch weit über 500 Spieler aufweisen und finden häufig über mehrere Tage mit Unterbrechungen statt. Gerade im europäischen Ausland finden auch solche Veranstaltungen mit weit über 1.000 Spielern statt. Häufig steht hier immer weniger das Spiel als solches, sondern auch der Erfahrungsaustausch und das Treffen mit anderen Gleichgesinnten im Vordergrund.

Die verwendeten BB´s im Kaliber 6mm bestehen zumeist aus Kunststoff, immer häufiger werden inzwischen auch biologisch abbaubare BB´s verwendet. Die BB`s werden zudem in verschiedenen Gewichten von 0,12g - 0,43g angeboten. Je höher die Schussenergie der Airsoftwaffe, desto schwerer sollten die verwendeten BB´s sein.

Für Sturmgewehre mit 1,2 - 1,4 Joule werden so als Beispiel häufig BBs mit einem Gewicht von 0,23g ´- 0,25g verwendet.

Antriebs-Systeme

Federdruck betriebene Softair/Airsoftwaffen (häufig auch als "Spring-powered" oder kurz "Spring" bezeichnet) werden manuell, ähnlich wie Repetiergewehre betrieben. Es wird für jeden Schuss einzeln nachgeladen. Innen wird dabei ein Kolben mit einer Feder gespannt der nach dem Auslösen nach vorne schnellt und die Luft vor sich komprimiert. Die im Lauf sitzende BB wird dadurch nach vorne gestoßen. Aufgrund dieses Mechanismus können diese Waffen nicht voll- oder halbautomatisch schießen. Häufig sind Federdrucksysteme bei Nachbauten von Scharfschützengewehren oder auch Schrottflinten zu finden und sind dort aufgrund der einfachen Systeme und hohen Robustheit sehr beliebt.
Außer den BB-Kugeln wird zum Betrieb kein weiteres Zubehör benötigt.
Bei AEG / S-AEGs handelt es sich um elektrisch angetrieben Softairwaffen. Diese werden über Akkus (meist werden hier NiMH oder LiPo Akkus verwendet) angetrieben. Innen sitzt im Prinzip dasselbe System wie in einer Federdruckwaffe. Ein Kolben mit einer Feder wird hier, jedoch durch ein Getriebe mit mehreren Zahnrädern und einem Elektromotor, nach hinten gezogen. Wird dieser ausgelöst wird die davor liegende Luft komprimiert und treibt die BB aus dem Lauf.

Die ersten derartigen Modelle wurden in Japan von dem japanischen Modellhersteller Tokyo Marui entwickelt welche daher als Erfinder der AEG-Systeme gelten. Noch heute werden viele dieser Systeme von anderen Herstellern kopiert und sind zu den Modellen von Tokyo Marui und untereinander kompatibel. Dadurch können zum Beispiel Magazine oder auch Tuningteile verschiedenster Hersteller meist ohne Anpassungen genutzt werden und der Begriff "TM-kompatibel" ist in dem allgemeinen Sprachgebrauch des Airsoftsports nicht mehr weg zu denken.

Die Unterscheidung von AEG und S-AEG erfolgt aufgrund der möglichen Schussenergie und den damit verbundenen erlaubten Feuermodi in Deutschland.
Bei AEG´s (Automatic Electric Gun) handelt es sich um Airsoftwaffen die voll- und meistens ebenfalls halbautomatisch feuern können. Diese dürfen in Deutschland maximal eine Schussenergie von 0,5 Joule haben und sind frei ab 14 Jahren erhältlich.

S-AEG´s (Semi Automatic Electric Gun) können ausschließlich halbautomatisch feuern, dürfen dafür jedoch eine höhere Schussenergie (bis 7,5 Joule max.) haben. Die meisten S-AEGs haben aktuell eine Schussenergie von ca. 1,2 - 1,8 Joule.

Zum Betrieb werden Akku und Ladegerät benötigt.
Softairwaffen mit Gasantrieb nutzen ein unter Druck stehendes Gas zum Antrieb der Kugel. Hierbei werden häufig spezielle Softairgase oder CO2 (in 12g oder seltener 88g Kapseln) genutzt. Im Gegensatz zu den AEGs wird hier keine Elektronik eingesetzt. Diese Waffen funktionieren hauptsächlich auf mechanischer Basis.

Das Gas / die CO2 Kapseln werden dabei häufig in den Magazinen untergebracht um mit einem neuen Magazin auch direkt wieder einen voll Gastank zur Verfügung zu haben.

Softairwaffen mit Gasantrieb können grob in 2 Kategorien unterteilt werden. GBB (Gas Blow Back) und NBB (Non Blow Back).

GBB Softairwaffen verwenden die Gasladung nicht ausschließlich für den Schuss, sondern zudem für eine möglichst realistische Simulation des echten Vorbildes. So wird zum Beispiel bei Pistolen der Schlitten / Verschluss bei jedem Schuss repetiert und bleibt bei leerem Magazin bei vielen Modellen in der hinteren Position arretiert. Bei Langwaffen wird dieses ebenso angewendet. Durch diese Bewegungen entsteht zudem ein je nach System und Gewicht des Verschlusses unterschiedlich starker Rückstoß der die Simulation des echten Vorbildes noch verstärkt. Durch diese Bewegungen entsteht ebenfalls ein höherer Verschleiß und es wird mehr Pflege benötigt.

NBB Softairwaffen verwenden die Gasladung ausschließlich für den Antrieb der BBs und haben daher häufig auch eine höhere Schussenergie und einen geringeren Gasverbrauch als GBB-Systeme. Dafür fehlen hier der Rückstoß sowie die Simulation des echten Vorbildes. NBB Systeme werden häufig bei Pistolen oder Nachbauten von Repetiergewehren Anwendung.

Für beide Systeme wird häufig Softairgas (hier gibt es je nach verwendeten Waffen unterschiedliche Gassorten) eingesetzt. Die meisten dieser Gassorten entfalten die optimale Wirkung bei Temperaturen über 12-15 Grad Celsius. Fallen die Temperaturen unter dieses Minimum werden häufig entweder spezielle Sorten Wintergas oder CO2, welches auch bei niedrigeren Temperaturen noch gut funktioniert, eingesetzt. Viele Hersteller bieten daher für Ihre Waffen entweder Magazine mit Gastank oder mit einer Aufnahmemöglichkeit für eine 12g CO2 Kapsel, sodass hier einfach gewechselt werden kann.

Umgang mit Softair-/Airsoftwaffen unter 0,5 Joule

Softairwaffen mit Gasantrieb nutzen ein unter Druck stehendes Gas zum Antrieb der Kugel. Hierbei werden häufig spezielle Softairgase oder CO2 (in 12g oder seltener 88g Kapseln) genutzt. Im Gegensatz zu den AEGs wird hier keine Elektronik eingesetzt. Diese Waffen funktionieren hauptsächlich auf mechanischer Basis.

Das Gas / die CO2 Kapseln werden dabei häufig in den Magazinen untergebracht um mit einem neuen Magazin auch direkt wieder einen voll Gastank zur Verfügung zu haben.

Softairwaffen mit Gasantrieb können grob in 2 Kategorien unterteilt werden. GBB (Gas Blow Back) und NBB (Non Blow Back).

GBB Softairwaffen verwenden die Gasladung nicht ausschließlich für den Schuss, sondern zudem für eine möglichst realistische Simulation des echten Vorbildes. So wird zum Beispiel bei Pistolen der Schlitten / Verschluss bei jedem Schuss repetiert und bleibt bei leerem Magazin bei vielen Modellen in der hinteren Position arretiert. Bei Langwaffen wird dieses ebenso angewendet. Durch diese Bewegungen entsteht zudem ein je nach System und Gewicht des Verschlusses unterschiedlich starker Rückstoß der die Simulation des echten Vorbildes noch verstärkt. Durch diese Bewegungen entsteht ebenfalls ein höherer Verschleiß und es wird mehr Pflege benötigt.

NBB Softairwaffen verwenden die Gasladung ausschließlich für den Antrieb der BBs und haben daher häufig auch eine höhere Schussenergie und einen geringeren Gasverbrauch als GBB-Systeme. Dafür fehlen hier der Rückstoß sowie die Simulation des echten Vorbildes. NBB Systeme werden häufig bei Pistolen oder Nachbauten von Repetiergewehren Anwendung.

Für beide Systeme wird häufig Softairgas (hier gibt es je nach verwendeten Waffen unterschiedliche Gassorten) eingesetzt. Die meisten dieser Gassorten entfalten die optimale Wirkung bei Temperaturen über 12-15 Grad Celsius. Fallen die Temperaturen unter dieses Minimum werden häufig entweder spezielle Sorten Wintergas oder CO2, welches auch bei niedrigeren Temperaturen noch gut funktioniert, eingesetzt. Viele Hersteller bieten daher für Ihre Waffen entweder Magazine mit Gastank oder mit einer Aufnahmemöglichkeit für eine 12g CO2 Kapsel, sodass hier einfach gewechselt werden kann.
Der Erwerb und Besitz von Softair-(Anscheins)waffen mit einer Geschossenergie unter 0,5 Joule ist weiterhin erlaubnisfrei, auch für Personen unter 18 Jahren. JSM und VDB empfehlen ein Abgabealter von 14 Jahren.
Es ist verboten, die tatsächliche Gewalt über Softair-(Anscheins)waffen unter 0,5 Joule Geschossenergie außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume, des eigenen befriedeten Besitztums oder einer Schießstätte auszuüben (führen).
Wer entgegen diesem Verbot eine Softair-(Anscheins)waffe führt begeht eine Ordnungswidrigkeit gem. § 53 Abs. 1 Nr. 21a WaffG, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann.

Ein Transport von Softair-(Anscheins)waffen (z.B. vom Händler zum eigenen Zuhause oder vom eigenen Zuhause zur Schießstätte) ist nur in einem verschlossenen Behältnis (z.B. eingeschweißte Verpackung oder in einer mit Schloss verriegelten Tasche) erlaubt.

Umgang mit Softair-/Airsoftwaffen über 0,5 Joule

Der Erwerb und Besitz von Druckluft-, Federdruckwaffen, CO2-Waffen und Softairwaffen unter 7,5 Joule, die mit einem F-Zeichen gekennzeichnet sind, ist ab 18 Jahren erlaubnisfrei (Anlage § 2 Abs.1 und 2 i.V.m. Anlage 2, Abschnitt2, Unterabschnitt 2 Nr. 1.1)

Softairwaffen/Airsoftwaffen
Grundsätzlich gelten sogenannte Softairwaffen/Airsoftwaffen als Druckluftwaffen, da sie per Luftdruck kleine Plastikkugeln ("BBs") durch einen Metalllauf verschießen.

Achtung: Jeder Besitzer von Druckluft-, Federdruckwaffen, CO2-Waffen und Softairwaffen hat die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, dass diese Gegenstände abhanden kommen oder Dritte - und hierzu gehören auch minderjährige Kinder des Besitzers - sie unbefugt an sich nehmen.
Das Führen von Druckluft-, Federdruckwaffen, CO2-Waffen und Softairwaffen (egal welche Energie/Joulezahl) ist erlaubnispflichtig. Eine Waffe führt nur, wer die tatsächliche Gewalt über die Waffe außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume oder des eigenen befriedeten Besitztums ausübt. Gem. § 12 Abs. 3 Nr. 2 WaffG bedarf es keiner Erlaubnis zum Führen, wenn die Waffe nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit von einem Ort zu einem anderen Ort befördert wird, sofern der Transport der Waffe zu einem vom jeweiligen Bedürfnis umfassten Zweck oder im Zusammenhang damit erfolgt (z.B. Transport zum Büchsenmacher oder zum Schießstand.)
Gemäß § 12 Abs. 4 Nr. 1 WaffG: Ein Schießen außerhalb von Schießstätten ohne Schießerlaubnis ist zulässig durch den Inhaber des Hausrechts oder mit dessen Zustimmung im befriedeten Besitztum mit Schusswaffen, deren Geschossen eine Bewegungsenergie von nicht mehr als 7,5 Joule (J) erteilt wird, sofern die Geschosse das Besitztum nicht verlassen können.

Deutsches Waffengesetz

Genaueres finden Sie unter folgendem Link zum deutschen Waffengesetz:

https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/BJNR397010002.html

Disclaimer

Die oben beschriebenen Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Obwohl die Informationen mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt wurden, kann eine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit nicht übernommen werden. Dieser Text stellt keine Rechtsberatung dar.Alle von Kotte & Zeller angebotenen Sportwaffen entsprechen den gesetzlichen Bestimmungen.


TOP